Wird es immer Unten und Oben geben?

Shownotes

Wie entstehen Eliten? Also jenes Oben, das mit Geld zusammen­hängt, aber auch mit Bildung oder Prestige? Wird es solche Eliten immer geben? Ist es das, was wir unter gesellschaftlichen «Klassen» verstehen?

Die neue Folge des Republik-Podcasts «Gute Frage!» ist ein Experiment. Das Team versucht sich als Lesekreis und diskutiert ein Buch des Philosophen Hanno Sauer: «Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten».

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Hör- und Leseempfehlungen aus dem Podcast:

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00:00:00: Wow,

00:00:05: ich bin extrem schwer mit dieser Frage.

00:00:08: Also Grundsätzlich glaube ich schon dass es auch selbst unter ökonomischer Gleichheit und auch in einem vollkommen egalitären System sich Gesellschaften würde hier archisch gliedern.

00:00:19: Ich finde aber dann die interessante Frage eigentlich mehr wer oder was bestimmt wer oben ist und welche Auswirkungen hat das auf die wo unten sind?

00:00:28: also führt das immer automatisch zur Ausbeutung, also eigentlich nach dem Nullzommenspiel?

00:00:34: Ich glaube auch, dass es nie eine vollkommen egalitäre Gesellschaft geben wird.

00:00:39: Aber die grosse Frage ist, wie ungleichen ist der Gesellschaft?

00:00:43: und da glaube ich, dass das doch selbst im zwentigste Jahrhundert extreme Unterschiede gibt mit der Nachrichtszeit, in der man viel egalitärer Gesellschaft hatte als später ab den neunzigern Jahren nennen.

00:00:55: Und ich glaube, das ist hier die wesentliche Frage

00:01:01: Wie entstehen die Eliten Also das unten und oben, wo mit Geld zusammenhängt.

00:01:06: Aber auch mit ganz vielen anderen Arten von Kapitalen – Bildung, Status, Asien.

00:01:11: Wird es so, Elite immer gehen?

00:01:13: Sind sie klasse?

00:01:14: Und ist das dann eigentlich sozial ungerecht?

00:01:17: Über das reden wir in der neuen Folge von Gute Frage an einem Podcast der Republik.

00:01:22: Mir sind die Republikreporter Elia Blühle, den Eif Wegerlin Wirtschaftsjournalist bei der Republik Und Elia, die Folge ist ja so ein bisschen ... Ein kleines Experiment.

00:01:38: Wir probieren etwas aus und haben zusammen einen Buch gelesen oder jeder von uns hat es gelesen.

00:01:43: Es ist auch so eine kleine Lesenkreise, was schon recht ins Thema führt.

00:01:48: Die Lesenkreise ist das etwas, kennen viele Leute, die im Lesen Kreis sind?

00:01:54: Ich bin selber in einem Lesen-Kreis seit über zehn Jahren.

00:01:58: In dieser Zeit sind sehr gute Freundinnen und Freunde von mir geworden.

00:02:01: Wir treffen das alle zwei Monate und besprechen dieses Buch, kann ich dir empfehlen?

00:02:06: Ja, ich kenne tatsächlich ein paar Lesen-Krise bei mir.

00:02:08: Ich war immer wieder in den Lesenkrisen, aber ich weiss natürlich, was du da rauswoscht.

00:02:13: Also dass quasi zu signalisieren, dass es mit einem Lesenkreise ist und sehr gescheite Bücherliste, dass dies auch wieder gebraucht werden kann um sich einen gewissen Status zu geben.

00:02:24: Ob

00:02:24: das Buch, den wir gelesen haben oder nicht, diskutieren wir jetzt.

00:02:28: Das Buch heisst Klasse.

00:02:30: Die Entstehung von unten und oben.

00:02:32: Und geschrieben hat es einen Philosoph, der Hanosauer.

00:02:35: Wir müssen sehr kurz ein paar Grundlagen sammeln.

00:02:39: Wer ist der Hano-Sauer?

00:02:41: Der Hano Sauer ist ein Philosoph aus Deutschland.

00:02:45: Er lehrt Ethik an der Universität Uittrecht.

00:02:48: Er hatte Jahrgang in den Trüben, also noch relativ jung für eine Philosophieprofessor.

00:02:53: Und er entpuppelt sich gerade als neue Star der öffentliche Philosophie, das hat zumindest die Sternstunde Philosophien vom SRF gesagt.

00:03:02: Und ich kann glaube auch sagen und trete damit dem Hanu Sauer nicht zu nahe.

00:03:07: Er würde es wahrscheinlich auch von sich selber

00:03:10: so

00:03:10: sagen.

00:03:11: Wie sieht der Hano Sauer aus?

00:03:13: Man muss sich ihn vorstellen vom Ausseher, wie ein typischer Zürcher Seefeldarchitekt.

00:03:17: Er dreht so läschere Hemden, die er aufgerämpelt hat, am Handgelenk eine schlichte Uhr von einem Retro-Hornbrüllen und außerdem sieht man manchmal seine Wohnung aus einem teuren Interior Design-Katalog.

00:03:32: Seine beiden Eltern haben beide auch promoviert in seinem Buchschrieb.

00:03:35: auch als Kind schon mal vier Luxushotels verbrauchten, die man über Kaffee geredet hat.

00:03:41: Er schrieb bis zu zwei Bücher, wo beide für grosses Aufsehen gesorgt haben.

00:03:46: Das erste war Moral-Die Erfindung von Gut und Pöse und ein letztes Jahr Klasse Die Entstehung von oben und unten, in der er in zwei kurzen Sätzen zusammengefasst behauptete, soziale Status sei die dominante klassifiziert Zierungskategorie unserer Gegenwart.

00:04:04: Erkläre das auf Phänomen wie zum Beispiel den Rechtsrück, die wir in vielen Gesellschaften erleben.

00:04:09: Gleichzeitig sagt er auch, dass man diese Statusbedingte Klassenunterschied nicht überwinden kann und einfach lernen muss mit ihnen zu leben.

00:04:18: Status ist ein ganz wichtiges Wort in diesem Buch.

00:04:22: Die Stellung, die man hat in der Gesellschaft

00:04:24: z.B.,

00:04:25: durch solche Sachen, welche Beruf man hat ... Der Beruf, den man ausübt ist sehr prästisch oder nicht.

00:04:33: Und es gibt glaube ich im Buch so einen wichtigen Vordenker oder eine Figur wichtige, die früher schon gewisse Grundlagen geleitet hat und das ist Pierre Bourdieu.

00:04:45: Französischer Philosoph gestorben, ich glaube irgendwie um zwei Tausend.

00:04:50: Ith

00:04:50: kannst du so?

00:04:51: Schnell ein bisschen.

00:04:52: Boudia, ich möchte etwas lecker machen?

00:04:54: Ja... Das ist tatsächlich so, dass Boudio in seinem Buch sehr oft vorkommt.

00:05:01: Ich glaube nicht wirklich, dass er ihn folgt, aber auf das können wir vielleicht näher zurück.

00:05:05: Also Boudias war Franzose, ein französischer Soziologe sein, der aus dem Marxismus kam und die Rieske auf die Welt kamen.

00:05:14: Er hatte einen sehr grossen Einfluss mit einem Buch.

00:05:17: Die feinen Unterscheiden, die in den Neunzehnten-Sebens schliessen.

00:05:21: Und was er gemacht hat, ist die klassische Linke-Klassenalyse von Marx.

00:05:27: Es gibt zwei Klasse, die Produktionsmittel verfügen und die, welche ihre Arbeit verkaufen.

00:05:34: Das wird es aufnehmen, aber wir sollen sagen viel ... viel komplexer zu thematisieren.

00:05:41: und er sagt, es gibt nicht nur ökonomisches Kapital.

00:05:45: Es war bei Marx sehr stark oder wie bei anderen marxistischen Vordenker.

00:05:50: Sondern es gibt ein ökologischer Kapital, der beim Bordeaux immer noch sehr wichtig ist.

00:05:55: aber es gibt auch andere Kapitale vor mir.

00:05:57: Zuerst kulturelle Kapitel also das, was ich mir habe ... angeeignet an kulturelles Wissen über die Welt, über Kunst und Musik usw.

00:06:10: Was ich z.B.

00:06:11: für Titel erworben habe oder Universität oder was ich daheim für eine grosse Bücherwand habe.

00:06:17: Neben dem ökonomischen und kulturellen Kapital gibt es noch zu sozialen Kapital.

00:06:22: Das ist das, was man klassischerweise in den Sechzigerjahren in der Schweiz ihre Armee hat gefunden also dort wo sich die Männer... Guten Abend!

00:06:31: Männer haben eigentlich ihre Beziehungsnetze aufgebaut, die sie nennen bis in die UBS.

00:06:39: Gibt es auch

00:06:39: heute noch?

00:06:40: Auch nicht

00:06:40: nur in der AME?

00:06:41: Ja genau!

00:06:42: Also das soziale Kapital ist ohne Form.

00:06:44: Aus diesen drei Kapitalformen kann man transformieren, man kann ökonomisches Kapital zum Beispiel ein Bildungskapital umwandeln... dass man sich zum Beispiel die Türe unten leisten kann.

00:06:57: Die Kapitalformen können gegennang austauscht werden und das zusammen gibt quasi weiter Status in der Klasse, wo man in der Gesellschaft hat.

00:07:07: Und vielleicht den letzten Begriff, du hast es im Vorgespräch auch noch erwähnt, oder Habitos?

00:07:11: Das ist das, was Andrew Burtio sagt.

00:07:13: Das Verhalten der Menschen, wie sie reden.

00:07:16: Wie sie sich kleiden und geben.

00:07:19: Das, was wir sehr schnell als Klasse kennen.

00:07:21: Wir treffen jemanden und wissen relativ schnell, wo man die Person blenden kann.

00:07:27: Der Habit aussergibt sich aus dem Zusammenspiel von den drei Kapitalformen, die er aufgeräuselt hat.

00:07:35: Was du sagst, dass wir jemanden treffen und eine sehr schnelle Person lesen können ... an dem man sich durchsagen muss.

00:07:42: Das sagt Johannes Sauer auch.

00:07:45: Er entwickelt dann so eine Theorie der sozialen Signale.

00:07:49: Er sagt, es gibt die Signale, die sind permanent und wir sind in diesem Sinn eigentlich im permanenten Kampf oder Wettbewerb untereinander um Status.

00:08:00: Status ist die Werbung, die hauptsächlich zählt in seiner Analyse.

00:08:05: Vielleicht ganz einfach – der Klassekampf ist eigentlich permanent ein Status-Wettbewerk.

00:08:10: So entsteht eine Hierarchie, so entstehen die Klassen.

00:08:14: In dem wir uns permanent voneinander abgrenzen, gibt es einen unten und ein oben.

00:08:19: Und das Beispiel dafür lassen wir jetzt.

00:08:23: Lösungen haben, die Lösungen suchen.

00:08:25: Dead Sad oder?

00:08:26: Ich will das nicht auf Englisch sagen.

00:08:28: Wir reden zu viel Englische in den

00:08:29: Podcasts, oh

00:08:29: mein Gott!

00:08:30: Du wirst

00:08:30: zu viel englisch.

00:08:31: Ja, das stimmt.

00:08:31: Du hast vor allem Wind of Opportunity

00:08:35: gesagt.

00:08:37: Ja gut,

00:08:39: das ist eine Politikwissenschaft

00:08:41: für die Region.

00:08:41: Was ist da passiert?

00:08:42: Du hast mir kritisiert.

00:08:43: Obwohl du nicht in der Position warst.

00:08:46: Nein, das ist schon interessant.

00:08:49: Es gibt zwei Sachen passiert.

00:08:51: Einerseits sind wir automatisch davon ausgegangen beziehungsweise du Angelika um Kars benennen Wert zu machen.

00:08:59: Bist du davon ausgegangen dass Window of Opportunity im Griff ist wo man nicht erklären muss also dass das was die Hörerinnen und Hörern automatisch Verstehend, ein politikwissenschaftlicher Begriff.

00:09:10: Ich weiss jetzt nicht, ich glaube viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld wissen ja nicht, was das Wunder auf Opportunity ist.

00:09:16: und die anderen, die auch schon passiert sind.

00:09:18: Ich habe zum Beispiel festgestellt, woher ich so viel Englisch, ich habe so viel englisch in mein Vokabular eingebaut.

00:09:25: Ein Teil ist ... Ich bin der Generation aufgewachsen, wo es einfach einen Teil von den Jugendsprachen wurde, englische Begriffe einzubauen Und gleichzeitig ... Ist das schon auch... Die Form von Distinktion.

00:09:38: Also wenn ich in dieser Region nur nicht aufgewachsen bin, auf dem Land Kanton Argao, bei hinterster Krache und die Leute schauen sich schräg an, wenn sie so sprechen wie ich in Zürich red.

00:09:48: Aber wieso haben wir es gemacht im Podcast?

00:09:50: Also Distinkation finde ich schon... Das ist eine Abgrenzung auch gegen unten oder?

00:09:57: In diesem also Begriff benutzen und das macht uns nicht sympathisch schon, ich weiss.

00:10:03: Man zeigt, eigentlich machen wir hier das was Leute im Leben alle auch machen.

00:10:09: Nämlich miteinander reden.

00:10:10: Aber wir haben halt ein Podcast.

00:10:12: Wir kennen halt so Wörter wie Window of Opportunity.

00:10:16: Das war eigentlich hochgradig arrogant.

00:10:19: Ich würde es jetzt nicht so krass formulieren wie du das gerade machst.

00:10:23: Wir haben das ja nicht intenzional.

00:10:26: Also ich würde dir jetzt nicht vorstellen, dass du den Begriff Windows auf Opportunity gebraucht hast.

00:10:30: So wie ich dich kenne um zu zeigen, wow!

00:10:32: Ich bin so klug und ich rede auch nicht englisch weil ich damit zeige, dass ich die Sprache beherrschen will.

00:10:41: Aber es ist habitus?

00:10:42: Es ist eine

00:10:43: Menge habitus.

00:10:44: Ich

00:10:44: zeige natürlich damit, ich gehöre bestimmte Gruppen von Menschen an.

00:10:47: Und wenn du so ein Begriff wie Windows auf opportunity brauchst und dir vielleicht gar nicht Mühe machst das überhaupt zu erklären signalisierst du damit etwas, was du vielleicht auch gar nicht unbedingt international machst.

00:11:00: Du zeigst, hey, dieses Kurs wendet sich an eine bestimmte Gruppe von Menschen und was kann passieren ist dass dann andere Leute das vielleicht nicht verstehen zu sagen okay da bin ich hier nicht mit gemeint und da findet ein Abgrenzungsstatus und das ist meistens eine Abgrenzung von unten auch weil mir natürlich einen bestimmten Status.

00:11:19: Wir können hier in einem Mikrofon reinreden, wir werden sogar bezahlt dafür, dass wir hier stehen und über interessante Themen reden.

00:11:26: Wir müssen nicht am Morgen aufstehen und die SBB weggeputzen.

00:11:31: Das geht mit dem Status her.

00:11:33: Ich bin mit euch grundsätzlich eine Begrifflichkeite zu brauchen.

00:11:38: Es ist natürlich auch extrem wichtige Kommunikation, es sind gestern diese Begriffe ein Zug.

00:11:43: oder wenn ich irgendwie ... meine Partnerin sagen, ich nehme den fünf Zog am Abend.

00:11:48: Wenn ich jedes Mal wieder sage, dass ich das mit diesen vier Rädern gefährden muss... Aber das ist schon

00:11:54: nicht ganz gleiche.

00:11:55: Doch

00:11:55: es ist insofern als... Es gibt eine Komplexität.

00:11:59: gerade, wenn z.B.

00:12:00: die Mikrobiologien unter anderem reden, werden sie ... Begrifflichkeiten brauchen wir keine Chance mehr haben, die jetzt verstehen.

00:12:07: Und das hat nicht nur mit dem Signalisieren zu tun, was der Hanosauer in seinem Buch erwähnt.

00:12:14: Das hat damit zu tun dass in diesem Begriff eine ganze Theorie drin ist und man diese nicht jedes Mal wieder rezipiert muss.

00:12:20: Wenn man so einen Begriff braucht kann es einerseits zur Kommunikation sein andererseits Genau auch für so Statuswettbewerben, was wir brauchen.

00:12:29: Und noch ein letzter Gedanke... Also von daher bin ich grundsätzlich mit euch einverstanden.

00:12:33: Aber das letzte Gedankel... Du hast gesagt, Aliyah, du siehst es nicht für einen Statuswetbewerb.

00:12:39: Gleichzeitig wissen wir ja nicht immer, wieso wir etwas sagen.

00:12:42: Das ist die Idee vom Burdio, dass das in unserem Habit aus drin ist.

00:12:48: Da wäre vielleicht der Hanosauer nicht ganz einverstanden.

00:12:51: Für ihn ist es immer sehr intenzional, was man sagt.

00:12:53: Dass er sagt, wir machen die Webbewerben wahrscheinlich wieder...

00:12:56: Das glaube ich nie!

00:12:58: Er leitet eigentlich da und bringt Experimente, die zeigen, dass es wirklich sehr intuitiv ist.

00:13:03: Ich lerne das ganz früh.

00:13:05: Wo habe ich das Buch gelesen?

00:13:07: Er schwankt ein bisschen dazwischen.

00:13:11: Ich glaube schon, dass er die Intention, also die Absicht ein Statuswebbergrap zu führen.

00:13:16: Wahrscheinlich höher gewichtete Saisonbildschirme, aber gut das ist jetzt...

00:13:19: Wisst ihr bei dir Angelica wenn du die Situation im Nachhinein reflektierst?

00:13:25: Window of Opportunity, damit wir es noch nicht gesagt haben.

00:13:29: Einfach so ein bisschen darauf herum.

00:13:31: Noch mehr zu wundern.

00:13:33: Wieso hast du den Begriff genau gebraucht?

00:13:36: Also weil ich in diesem Begriff denke, das schon, aber ich habe auch ... Allerdings noch im nebenpfachen Politikmissenschafter studiert.

00:13:44: Also ich kenne den Begriff und es ist der Begriff, wo wir im Denken in Sinn kommen, um das zu bezeichnen, was ich dann haben will, zu bezeichen.

00:13:52: Aber ich glaube gleichzeitig – also nein, ich habe das nicht intentionell gemacht trotzdem – ist ein Teil von meinem Habitus.

00:14:01: Ich hätte das nicht gesagt und Habitus im Sinne An diesem Ort benutze ich das, wenn ich in einem anderen Umfeld bin.

00:14:10: Wenn ich zu Hause bin und nicht in der Stadt wohne.

00:14:12: Auf dem Land würde ich nie eine Window of Opportunity sagen.

00:14:16: Natürlich nichts!

00:14:17: Wenn du den Begriff ziemlich entstanden hast, musst du dich auch erklären wie du es wirst?

00:14:21: Was würdest du denn sagen?

00:14:23: Es ist eigentlich ein Begriff aus den Politikwissenschaften, wo es sagt man hat das Anliegen, was man die politischen Steuern bringen möchte.

00:14:31: Und dann gibt's manchmal ganz bestimmte Konstellationen, in denen es ermöglicht hat wie eine Möglichkeit zu Fenster auf geht und dann muss man dort in das Fenster hinein und kann sein Anliegentüren sein.

00:14:42: Das von der Ufahre beschrieben ist auch noch interessant und ich glaube da würde Hannah Sauer anzustimmen.

00:14:49: Status, die auch mit sich bringt oder mit Bodie-Gesprachen.

00:14:52: sozial und kulturelles Kapital ist zum Beispiel auch die Fähigkeit zu switchen.

00:14:58: Zum Beispiel im einen Kontext auf eine ganz bestimmte Art zu reden und im anderen wiederum auch mit einer Sprache, die danach kommt.

00:15:08: Und ich finde ein extrem interessantes Beispiel, finde ich zum Beispiel Martullo Blocher, Tochter von Christoph Blocher Wahrscheinlich das grösste Nepo-Baby von der Schweiz.

00:15:21: Nepo

00:15:21: Baby ist

00:15:23: auch so ein Begriff,

00:15:24: dass sie mit sehr

00:15:25: viel Geld sozial und kulturell im Kapital aufgewachsen ist.

00:15:28: Er wurde in die Wiege geleitet und da gibt es ja den legendären Clip ihrer, wo sie die Femme Thinking Steps vortragen in einem Dokumentarfilm.

00:15:39: Sie töntet etwas wie eine Grossmutter nach vier Mikroklubschulkörsen wenn sie einen Londonen Tee bestellen.

00:15:45: Can you tell me the seven thinking steps first?

00:15:48: First, Seven Thinking Steps.

00:15:55: You

00:15:55: can tell me.

00:15:55: Was ich interessant finde bei der Module Blocher ist, dass sie in diesem Moment nicht den Klassmus entsprechen, wo es sich eigentlich entspricht.

00:16:04: also extrem viel ökonomisches Kapital kann im sehr ungeschriftlichen englischen Reden und ihr wird das weit zugestanden.

00:16:14: Ich glaube, sie macht sehr viele Leute sympathisch.

00:16:19: Man kann sich mit ihr identifizieren.

00:16:21: Ich fand das interessant.

00:16:22: Bei Beren haben sich sehr viele Journalisten und Journalisten extrem lustig gemacht über ihre Englische.

00:16:28: Ich habe das Gefühl bei Leuten, die nicht mit dieser Sprache aufgewachsen sind, dass sie z.B.

00:16:32: in der Schule gelernt haben ... Für diese war es eine Verbarung!

00:16:36: Aha okay, ich habe mir so viel Geld.

00:16:40: Ich glaube auch, das wird beim Donald Trump

00:16:43: mega unterschätzt.

00:16:44: Man erkennt sich, man hat sich so schnell in ihrer Wiedererkennung im Sinn von ... Sie ist zwar sehr viel reicher als ich und sie ist Chefin...

00:16:52: Genau!

00:16:53: Aber auch sie hat nicht perfekt Englisch.

00:16:57: Was ich eigentlich will sagen, die Signal oder was ich interessant finde an Buchtio oder bei Hanu Sauer ist, die Signale müssen nicht immer nur einhergehen unbedingt mit der ökonomischen Klasse, wo man drinnen steckt.

00:17:12: Und manchmal kann es zum Beispiel auch von grossem Vorteil sein, wenn man Signal aussendet, die vielleicht nicht unbedingt dem Status entspricht, das wir ökonomisch haben.

00:17:22: Also

00:17:22: wenn

00:17:22: man

00:17:24: sich handleischt... Genau!

00:17:25: Auch weil es wiederum ein Privileg ist, so zu sprechen wie Donald Trump.

00:17:29: Viele Leute würden das nicht zugestanden, immer schon.

00:17:32: Das finde ich noch interessant in diesem Zusammenhang.

00:17:34: Das ist der Punkt, an dem ich das Gefühl habe, dass der Hano Sauer sehr weit vom Bordeaux verabschiedet wird.

00:17:41: Beim Hano-Sauer ist eigentlich die Klasse so gebildetes Individuen zusammengekommen und gegenseitig mit den Signalen quasi ihre Klasseposition aushandeln.

00:17:55: Es ist eine Vorstellung von einem sehr individuellen Aushandel aus Klasse.

00:18:02: Das Beispiel mit Martullo Blocher zeigt auch, dass die Ökonomie und das Struktur sehr stark definiert in welchen Klassen man ist.

00:18:19: So denkt die Sozialologie seit Marx.

00:18:25: Wir wissen aus Umfragen, dass Handwerker auf dem Land tendenziell konservativer werden wählen als Verwaltungsangestellte in der Stadt.

00:18:38: Wir wissen, dass Unternehmer ... Die Frage ist wieso?

00:18:42: Ja, die Frage ist wie so!

00:18:44: Aber ich möchte sagen, man darf nicht so weit gehen, sondern das, was der Sauer in seinem Buch auch kritisiert.

00:18:52: Dass man so einen Ökonomismus propagiert, wo man sagt es gibt einfach Wirtschaft und diese durch Klasse quasi von sich aus bilden.

00:19:02: Sondern die Klassen, wie soll ich sagen?

00:19:05: Die haben oft eine Idee.

00:19:06: Sie haben diese gewisse Egenlogik.

00:19:13: Wenn ich ein Handwerker bin, bin ich nicht, weil ich automatisch in einer gewissen Klasse handwerke, sondern es gibt eben eine Statusierarchie, die man mitsignale

00:19:24: aushandelt.

00:19:24: Aber inwiefern ist das jetzt ... Das ist ja seine Tee-Sorte.

00:19:29: Er sagt, wie das individuelle Spiel das führt nachher zu dieser Struktur?

00:19:33: Ich verstehe es so, dass die Summe der Signale, das ist Habitus und das ist auch Klass.

00:19:41: Ja aber der Punkt ist also ein Beispiel.

00:19:44: Der Hanosaur sagt an irgendeinem Stelle im SRF Podcast Sternstundenphilosophie, dass zum Beispiel die Leute gewohnen.

00:19:57: individuelle Wahl ist, dass es ein Spiel von Individuen ist.

00:20:02: Und später in seinem Buch sagt er auch wie man das verhindern will, dass jemand einen Willen am See geben kann bauen?

00:20:10: Das kann man nicht regeln!

00:20:12: Aber ich frage mich... Wir haben ein Parlament und eine Regierung, die seit Jahrzehnten bzw.

00:20:18: Jahrhunderten gesetzverabschiedet jede Woche Stürzgesetz.

00:20:23: Es geht um Werbe, die darf bauen und wie viel darf vererben.

00:20:28: Unser ganzes Wirtschaftssystem, unser ganzes politisches System ist nicht nur entstanden durch lockere individuelle Aushandlung zwischen Individuen, sondern es sind natürlich im Schluss Individuern, die wiederum Strukturen in den Parlamenten festlegen, in ganz vielen Gesetzen.

00:20:49: Und ich glaube das ist ... Am Schluss des Tages beim Hanno Sauer kommt das nicht wirklich vor.

00:20:54: Und es zeigt genau in diesem Punkt, dass er sagt, wir können das gar nicht ändern.

00:21:00: Das gewisse Leute will ... Am See werden kommen, das kann man nicht ändern.

00:21:05: Ich glaube es geht im Verschwenigen an die Villa am See.

00:21:07: und ich glaube was du jetzt machst, nehme ich zurück auf die ökonomischen Faktoren.

00:21:13: Kroh würde er sagen, dass ist sehr klassisch weil der Eif Wegelein ist Teil von den kulturellen Elite Und er redet jetzt über Ökonomische Über Geld Weil er auch nicht so gerne

00:21:25: Z.T.,

00:21:25: jetzt haben wir Sama Weiler nicht so gerne über das Reden, was er wirklich viel hat.

00:21:29: Nämlich Asienbildung prästisch.

00:21:32: Wir lassen schnell einen Ausschnitt.

00:21:33: Du kannst noch auch reagieren!

00:21:35: Es gibt ja zum Beispiel viele professionelle Philosophen also Universitätsphilosofen die über Gerechtigkeit nachdenken und die sagen müssen umverteilen Und für ihn brauchen eine gleiche Gesellschaft oder bestimmte Form des Reichtums soll es gar nicht geben.

00:21:47: Zum Beispiel keine Milliardäre oder nicht mal multimillionäre sollte es eigentlich geben.

00:21:51: Aber man könnte mal die Philosophie profession mal fragen, okay sollen wir die Prestige rankings von Zeitschriften in denen ihr publiziert hat abschaffen.

00:22:02: Und dann könnte man ja mal hören ob die Leute die den prästisch rechtesten Zeitschaften publiziert haben sagen ja das wollen wir nicht weil davon profitiere ich

00:22:11: Als PS, wir könnten ihm gleich vorwerfen, dass er als wohlhabender Mensch nicht sehr gerne über die Verteilung von Echtum redet.

00:22:19: Er ist ja

00:22:20: ein Philosophie-Professor, er nennt sich hier da... Also er sagt wie viele Philosophienprofessoren sind quasi?

00:22:26: Vor allem viel Prestige.

00:22:27: Sie könnte aber vielem besseren Job machen wenn sie jetzt nicht Philosophierprofessore

00:22:34: wären zu gewinnen.

00:22:35: Der Punkt ist, es sei nicht zu einten oder zu angrenzen.

00:22:37: Es sei nicht entweder Wirtschaftsstruktur oder individuelles Verhalt.

00:22:42: Das ist genau das, was der Bordeaux versuchte.

00:22:45: Er hat quasi gesagt, den Ökonomismus habe er Marc gemacht, wo man sagt, es ist einfach der Kapitalismus, der alles erklärt.

00:22:53: Das falsch ist.

00:22:54: Der Bordeau hat sehr stark auf die ganze Symbolik, in sich eingeschrieben hat, auf seine ganze Forschung hat es sich um das gedreht.

00:23:04: Aber er hat nicht die ganze Struktur der Gesellschaft, unser Wirtschaftssystem ausgesetzt und so weiter gebildet werden.

00:23:12: Das hat auch nicht überbohrt geworfen!

00:23:14: Und ich glaube... Doch, doch,

00:23:17: das ist einfach der Punkt.

00:23:19: Lustigerweise ist ... Die erste Kapitule ist ein Kapitul, wo ihr eigentlich nur sagt, dass Klasse über Signal quasi entsteht.

00:23:28: Und später im Buch geht er zwar auf alle die soziologischen Theorien.

00:23:33: Auf den Bordeaux sagt er, es hätte sehr viel mit Klasse sein und so weiter und sofort.

00:23:39: Aber am Schluss des Buches kann man die Klassenunterscheiden nicht verändern.

00:23:46: Am Schluss kann man niemandem verbieten, der zu wohnen.

00:23:53: Er sagt am Schluss ist der Status-Wettbewerb so in uns drin.

00:23:57: Wir machen das automatisch, dass kann man nicht ändern.

00:24:00: Vor allem quasi das Kulturelle an den Klassen.

00:24:04: Das ist unveränderbar!

00:24:05: Er sagt du kannst ein Grundeinkommen machen.

00:24:07: gut und er

00:24:09: ist

00:24:09: gar nicht unbedingt dagegen.

00:24:11: aber all das was die Klasse auch noch macht nämlich Bildung kulturelles Kapital ob du deiner Tochter heute vorlesst oder nicht wenn jemand anders es nicht macht Das ist sehr schwer veränderbar und darum wird es immer unten und oben gehen.

00:24:27: Es geht nicht um entweder oder, was sie ihm vorwirfen.

00:24:30: Ist das Ehr implizit in seinem Buch?

00:24:34: Sagt er ja, es gibt also ökonomische Ungleichheiten und so weiter am Schloß ist aber auch symbolisch.

00:24:39: Und ich glaube, dass ihr ihn zähnt oder zangert.

00:24:40: Was ich an uns alle sehr interessant finde, ist bei den sozialen Analysen, die er zeigt ... Wie man mit Kontersignal, zum Beispiel ein sehr erreichender Trainer an einen Talkshow gehen kann.

00:24:52: Ohne Angst zu haben, dass er seine Status freut.

00:24:55: Das finde ich auch sehr interessant.

00:24:56: und trotzdem, wenn man das ganze Buch liest, wo Anfahrt mit seiner Theorie, die sehr individualistisch auf der individuellen Ebene anfängt... Und am Schluss ... seine Thesen, die man sagt, man könne es nicht ändern!

00:25:08: All das hat eben geile Teute darauf hin, um den Talkshow zu schauen, damit er am Schluss Eben sehr wohl das, was der Bordeaux mit ökonomischem Kapital erklärt, ein bisschen vernachlässiger.

00:25:22: Auch etwas zu zeigen, dass es anderen auch wichtig ist und das würde ihm überhaupt nicht die Abrede stellen.

00:25:26: Natürlich!

00:25:26: Das ist extrem wichtig.

00:25:28: Also ich glaube wir müssen da unterbrechen... Ich glaube wir sind jetzt irgendwie sehr vorausgeheilt.

00:25:33: Wir müssen nochmal zurückkommen auf überhaupt diese Aussage, die ich schon sehr interessant finde in diesem Buch,

00:25:44: Ich würde in diesem Punkt im Hano-Sauer zustimmen, obwohl ich eure Debatten vorher sehr gut verstanden habe.

00:25:51: Und das ist der Kern, was oft kurz kommt in den Diskussionen und ich finde das aufgrund meiner eigenen Biografie relativ interessant.

00:25:59: Meine Eltern haben beide aus ökonomisch gut situiert, keine Unternehmerfamilien, keine Akademiker aber bildet und finanziell abgesichert Und ich glaube, sie würden mir das nicht übernehmen, wenn ich das mehr oder weniger für das finanzielle und selbstgewählte Präkariat entschieden habe.

00:26:18: Also man hat nie wirklich viel Geld gehabt.

00:26:19: Die Künstlerkarriere war immer eher knapp.

00:26:23: Kleine Wohnung auf dem Land, grosse Existenzängste... Aber meine Brüder haben natürlich immer ein grosses kulturelles und soziales Kapital gehabt.

00:26:32: Wir sind im Museum gegangen, wir sind in den Theateraufführungen gegangen.

00:26:36: Das habe ich noch ermerkt.

00:26:38: Obwohl ich ökonomisch an der Uni zum Beispiel Ich musste relativ knapp sein, bei Stipendia zu beziehen.

00:26:44: Ich konnte mich mit den Leuten unterhalten und ich war fähig anzuknüpfen.

00:26:50: Und das hat mir in meinem Leben extrem viel geholfen, dass ich die Coats gelernt

00:26:55: habe.

00:26:56: Nicht Coats wie

00:26:58: zum Beispiel ... Wie z.B.

00:26:58: Dishmanieren?

00:26:59: Also meine Mutter hat extrem viele Wertgeleite darauf, dass wir ihre Anstände essen.

00:27:04: Sie hat immer gesagt, sie sei so genervt.

00:27:06: Sie sagte dann immer, ihr werdet mir später noch danken sagen.

00:27:09: Und recht hat sie gehabt!

00:27:11: Ich weiss z.B.

00:27:12: auch, wie man sehr korrekt ein Fisch filitiert mit einem Fischmesser.

00:27:17: Das hat uns nicht unbedingt alles im ökonomischen Status entsprochen und wir konnten das wirklich nicht jeden Tag fisch leisten können.

00:27:25: Aber ich halte also nicht... Zudem gibt es ein interessantes Beispiel in Zusammenhang mit J.D.

00:27:29: Vance, dem amerikanischen Vizepräsidenten, was nicht aber in seinem Buch gelassen haben, Helebilialogy.

00:27:34: Das ist schon das Buch, den er bekannt gemacht hatte, der ihn eigentlich beschreibt, als er aus der Unterklasse.

00:27:41: aufsteigt und er hat das beschrieben.

00:27:43: Im Hillbillel G gibt es eine tolle Szene zu diesem Thema, da schildert er wie ein Jurastudent an der Yale University in einer sehr formalen Tischrunde.

00:27:53: Er setzt ganz viel Besteck vor sich hin und nicht weiss was er mit dem soll anfallen.

00:27:59: Nachher auf die Wall-Etheranz sind seine Freundinnen angerühtet und fragten, wie man das Bestecken selbst benutzen sollte.

00:28:05: Und jetzt ist so, J.D.

00:28:07: Vance legt sehr viel.

00:28:12: Ich

00:28:12: weiss nicht, ob die Geschichte stimmt.

00:28:14: Aber ich finde es interessant, weil er im Buch so dargestellt wird... Ja das ist auch immer ein bisschen stile Prüfung.

00:28:22: So kannst du in diesem Rahmen bestehen, weisst du wie man das Besteck benutzt und das ist etwas, wo ich glaube, dass stimmt sehr stark!

00:28:32: Ich merke das lustig, teilweise auch bei mir selber mittlerweile wenn ich in bestimmten Kreisen verkehr, wo ich nicht mehr davon bin.

00:28:42: Wenn ich auf das Land gehe und herkomme, dass ich teilweise Mühe habe, mich zu verständigen oder sich nicht mehr weiss wie wirklich eigentlich.

00:28:51: Ich fühle mich gar nicht mehr so wohl, weil ich gehöre noch nicht wirklich dazu.

00:28:54: Könnte ich als arrogant überkommen?

00:28:56: Oder als elitär?

00:28:58: Und was ist tatsächlich so?

00:29:00: Weil ich einen Habitus angenommen habe wo dieser Mensch fremd ist und was sie sagen würde, dass du nach oben kommst.

00:29:10: Also du bist die sogenannten Elite?

00:29:12: Natürlich!

00:29:15: Wir sind alle Teil der Elite natürlich nicht von den ökonomischen.

00:29:20: Ich kann Handwerken, die mehr verdienen, das mehr.

00:29:23: Ich weiss nicht, wer heute zum Beispiel auf dem Bau einen guten Job hat für diesen sehr schnellen Mann recht viel Geld, weil das sind gut nachgefragte Prüfe.

00:29:33: Aber die geniessen natürlich nie den Status, wie wir in dieser Gesellschaft haben.

00:29:38: Und da finde ich leider auch tatsächlich der Finger in den Wunden...

00:29:43: Also glaube ich auch!

00:29:44: Ich glaube nicht unbedingt, dass er erst ist oder das sieht, aber das glaube ich ja, dass der Finger seinen Wunden erschreckt.

00:29:52: Ich bin nicht so sicher, also natürlich wahrscheinlich von aussen würde man sagen ... Ich erzähle vielleicht zu Teil der Elite, aber das ist eine kleine Bubble.

00:30:02: Von Leuten, die sich für die Politik interessieren und so weiter.

00:30:06: haben wir ein gewisses System, mit dem wir die Möglichkeit haben zu schreiben.

00:30:11: Aber ich muss sagen, dass sie von der Bevölkerung – vielleicht ein bisschen weniger – für diese hat man nicht einen wahnsinnigen grossen Status.

00:30:20: Das bestritte ich vom Verglaub!

00:30:22: Wenn ich unterwegs bin und sage, ich bin Journalistin, dann sind alles sofort sehr interessiert.

00:30:26: Das ist etwas, das nicht in der Reihe ist.

00:30:31: Ja also würde ich nicht bestreiten.

00:30:33: Ich glaube einfach die Ausdifferenzierung von der Gesellschaft, dass wir heute viel mehr ohne grosse Medien haben, wo die ganze Kommunikation drüber läuft und so weiter.

00:30:42: Sondern

00:30:42: z.B.,

00:30:44: sagen wir spezialheftig ... In einem Bubble, bei dem man sich vielleicht für Autos interessiert, haben wir keine wahnsinnigen grossen Status.

00:30:52: Ich glaub die Gesellschaft hat sich so ausdifferentiert... Man braucht oft zwar die Bubble, die vielleicht ein bisschen überschrappaziert ist.

00:30:59: Aber in gewissen Bubbles gibt es wiederum Hierarchien.

00:31:03: Weil sie seit den fünften Jahren noch anders war, weil wenn man grosser intellektuell war, dann hättest du mir jeden Abend am Fernsehen kommen können und die ganze Nation kenne ich.

00:31:12: Ein wenig überspitzt gesagt so.

00:31:15: Aber grundsätzlich finde ich schon, dass der Handelsau der Finger auf einen wunden Punkt lebt.

00:31:22: Das habe ich noch etwas lieb gesagt.

00:31:25: Also, kommen wir zurück zu der Hauptfrage.

00:31:27: Ist es denn nicht so?

00:31:28: Es wird immer und jeder Gesellschaft ein Unen und ein Obergei.

00:31:32: Ich würde ihm zustimmen was ich anders war als hier noch sauer.

00:31:38: Er sagt ja in dem Moment wo Selbstökonomische Gleichheit erreicht ist, wird es oben und unten immer noch geben.

00:31:45: Dem stimme ich zu!

00:31:47: Ich finde den Zeitpunkt dieser Aussage Es ist schwierig.

00:31:52: Ich glaube, es ist nicht mehr eine Tatfrage, die sich im Moment stellt.

00:31:55: Die Welt verändert sich sehr stark.

00:31:57: Ungleichheiten nehmen wieder zu.

00:31:58: Also ökonomische Ungleichkeiten.

00:32:01: Und ich glaube in diesem Zug werden auch die Status-Fragen wieder mehr in den Hintergrund treten.

00:32:07: Ich denke diskutieren über Status und über Statusunterschied ist zu dem Zeitpunkt extrem interessant, wo Gesellschaft egalitärer wird.

00:32:17: Im Moment finden wir uns ... wieder im Rückschritt.

00:32:21: Existenzielle Fragen nehmen wieder stärker zu, Leute fragen sich wie können sie ihre Miete zahlen?

00:32:25: Wie können Sie Ihre Krankenkassen zahlen?

00:32:28: und ich glaube die Unterschiede und diese Klassenunterschied werden wir mehr zum Trägen kommen können.

00:32:33: Jetzt sind schon fast meine Sozialdemokraten.

00:32:35: Ja, ich habe es eingegangen gesagt.

00:32:37: Ich glaube auch nicht dass es jemals eine völlig egalitären Gesellschaft wird geben ohne Oben- und Unger.

00:32:43: Aber ich glaube aber das fragt nichts.

00:32:47: Entweder oder ist, wo ich das Gefühl hatte, dass der Hanosauer die Frage so unformuliert.

00:32:54: Es geht um eine sehr weite Spanne von Möglichkeiten und selbst wenn man im Kapitalismus des zwanzigsten Jahrhunderts diese Geschichte anschaut sieht man schon, dass man extrem grosse Unterschiede hat zwischen Nachrichtszeit, in der man versucht die ökonomische Ungleichheit zurückzufahren aber auch die Ungleichkeit der Bildung also mit einer ganzen Bildungsoffensive.

00:33:17: Ein anderes System war, als man nachher ab der Achtzehn-Ninz geredet hat.

00:33:21: Mit dem, was wir in den USA sehen mit einem Masken, das ich weiss habe, ist noch eine andere Virulenz.

00:33:29: Und wenn man in ganz grossen Bögen denkt von ca.

00:33:34: tausend Jahren, kann ich mir gut vorstellen, dass es irgendeinerseits viel egalitärer Gesellschaft wird als heute.

00:33:39: Ganz abschaffen, da bin ich aber einverstanden.

00:33:42: Das werden wir nie können!

00:33:44: Ich glaube ... Ein gutes Beispiel ist eigentlich die Republik.

00:33:47: Also unseren Arbeitgeber, wir haben ja Einheitslohn.

00:33:52: also das heisst wenn man jetzt bei uns zuständig ist für die Buchhaltung oder für die Post oder wenn man ein Podcast macht grundsätzlich verdienen die Leute bei uns gleich viel.

00:34:05: also ökonomisch hat man wie eine Gleichheit hergestellt.

00:34:09: aber natürlich Gibt es in der Republik?

00:34:12: Das muss ich euch nicht sagen.

00:34:13: Natürlich gibt's in dieser Republik Leute, die mehr sehen und prästisch haben.

00:34:19: Und Menschen, die das Wort mitzählen, also das von den anderen...

00:34:23: Ist erstanden!

00:34:26: ...das ist die neueste Folge des Republik Podcasts.

00:34:29: Gute Frage mit einem Experiment.

00:34:31: Ich muss das jetzt schnell ansprechen.

00:34:34: Wie hat das gefunden bei uns im Leser-Kreis?

00:34:36: Ja, schwierig gewesen.

00:34:38: Ich würde mir mal schauen, was für ein Impozvoll sein kann.

00:34:42: Würde

00:34:43: dir das Buch empfehlen, es zu lesen?

00:34:45: Unbedingt.

00:34:46: Ich empfiehle fast jedes Buch zum Lesen!

00:34:49: Schau jetzt schon die Philosophie mit dem Hanozauer, das langt glaube ich.

00:34:52: Dort ist er besonders unsympathisch, muss man sagen.

00:34:54: Gut.

00:34:55: Diskutiert haben, Elia Blülle, Eif Wegelin und ich, Angelica Hardiger produzierten den Podcast Basile Cola.

00:35:03: Ihr könnt den Podcast abonnieren auf Spotify, Apple oder wo auch immer ihr Podcasts lasst.

00:35:09: Rückmeldungen schreiben uns gerne audioatrepublik.ch oder schicken uns doch ein Sprach- oder Textnachricht an.

00:35:33: Ich habe es nicht sauer.

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